Kathrin von Eye vermag es, eine besondere poetische Atmosphäre zu erzeugen. Ihre Arbeiten sind fern jeder Dokumentation. Sie sind davon inspiriert, einer Neugier zu folgen. Aus dieser Annäherung entstehen Selbstreflexionen und sehr persönliche Wahrnehmungen. Die analogen Bildwelten der Photokünstlerin erschließen sich einem nicht immer sofort, sie leben von einer fast beiläufigen Absichtslosigkeit. Es geht ihr um das, was sie sieht und dabei fühlt. So entstehen Bilder, die – wie aus einem Film entlehnt oder einer Geschichte folgend – ihre besondere Wirkung entfalten. Sie sind eine Einladung an den Betrachter, vollkommen frei, ohne den Versuch einer vorweggenommenen Interpretation.
Die Künstlerin geht ihren stilistischen Weg konsequent. Im Laufe der Zeit entwickelten sich Arbeiten, die immer auch etwas Geheimnisvolles, Intensives und zugleich Empfindsames, Sinnliches. in sich tragen. Sie sind erfüllt von einer starken emotionalen Dichte, die ebenso unvermittelt in einem Rausch von Farben aufgehen können. Eine besondere Beziehung verbindet Kathrin von Eye mit Japan, wo sie einen Teil ihrer Kindheit verbrachte und bis heute eine tiefe Verbundenheit spürt. Ihre Photokunst ist ruhig und zugleich frisch, sie ist manchmal rätselhaft und vermittelt sich nicht immer direkt.
Die 1972 in Jena geborene Künstlerin studierte Grafikdesign, arbeitete in München und seit 2012 in Potsdam als Freiberuflerin. Schon seit Ende der 1990er Jahre beschäftigt sie sich mit der Kunstform analoger Photographie. Ihre künstlerischen Arbeiten präsentierte sie 2019 erstmalig der Öffentlichkeit. Quellen ihrer Inspiration findet sie in der Region, aber auch auf ihren Reisen, die sie durch Europa, nach Asien, Nord- und Südamerika, Afrika, Australien und Ozeanien führten.


